Hinweise zur Futterumstellung beim Hund

Eine Futterumstellung beim Hund ist manchmal einfach nötig, aber zum Glück gar nicht so schwierig. Ein paar Dinge sollte man dabei allerdings schon beachten. In diesem Artikel wollen wir deshalb erklären, wie die Umstellung für den Vierbeiner möglichst reibungslos über die Bühne geht.

Wann eine Futterumstellung für den Hund Sinn macht

Gründe, das Hundefutter zu wechseln, kann es zunächst einmal viele geben. Oftmals hat Herrchen beziehungsweise Frauchen einfach nur ein möglicherweise besser geeignetes Futter für ihren Liebling entdeckt – zum Beispiel über einen Test wie den unseren.

In anderen Fällen ist eine Futterumstellung aus gesundheitlicher Sicht von Vorteil oder manchmal sogar unbedingt notwendig. Beim Auftreten der folgenden Symptome ist es ratsam, sich noch einmal genauer mit dem Futter seines Lieblings zu befassen:

  • häufiger Durchfall bzw. wässriger Kot
  • starke Blähungen
  • häufiges Erbrechen
  • schlechtes Fressen
  • übermäßige Trägheit
  • Fellprobleme
  • Hautprobleme

Bedenken sollte man hier allerdings, dass diese Symptome ebenfalls auf eine ernsthafte Erkrankung hindeuten können. Im Zweifelsfall und wenn ein Wechsel auf ein hochwertiges Hundefutter keinen Erfolg gebracht hat, ist der Gang zum Tierarzt zu empfehlen.

Zu schnelle Umstellung kann zu Problemen führen

Auch der Hund ist ein Gewohnheitstier, das betrifft natürlich auch die Ernährungsgewohnheiten. Die Verdauung des Vierbeiners hat sich nämlich auf die Bestandteile des bisherigen Hundefutters eingestellt und ein plötzlicher Wechsel von jetzt auf gleich kann sich manchmal negativ auf das Wohlbefinden des Tieres auswirken.

Wer das gewohnte Futter einfach so durch das neue ersetzt, läuft Gefahr, dass der Hund auf den Wechsel mit Erbrechen, Verdauungsproblemen oder Durchfall reagiert. Besonders bei Vierbeinern, die ohnehin schon auffällig in Sachen Verdauung und Futter waren oder krankheitsbedingt geschwächt sind, sollte ein plötzlicher Futterwechsel deshalb lieber vermieden werden.

Futterumstellung beim Hund Schritt für Schritt

Normalerweise ist eine Futterumstellung beim Hund allerdings weder problematisch noch gefährlich. Gerade wenn das neue Futter hochwertig ist, fällt die Umstellung den Vierbeinern – sofern sie innerhalb derselben Futterart stattfindet (zum Beispiel Trockenfutter zu Trockenfutter) – meist relativ leicht.

Etwas mehr beachten muss man jedoch beim Wechsel der Futterart (zum Beispiel Nassfutter zu Trockenfutter), weshalb wir uns diesem Thema weiter unten in einem eigenen Absatz widmen.

Zunächst möchten wir jedoch die üblichen Methoden zur Futterumstellung innerhalb derselben Futterart erklären.

Abrupte Futterumstellung

Bei dieser Methode wird das Futter einfach von einer Mahlzeit auf die nächste gewechselt. Bei absolut gesunden Hunden und bei einem Wechsel auf ein hochwertiges Hundefutter sind selbst bei solch einem abrupten Vorgehen oft keine Probleme zu erwarten.

Um auf Nummer sicher zu gehen, raten wir allerdings grundsätzlich von einer abrupten Futterumstellung ab.

Einzig wenn das alte und das neue Futter sich weitestgehend ähneln und derselben Futterart angehören, halten wir die abrupte Methode für möglicherweise geeignet.

Stufenweise Futterumstellung

In der Praxis hat sich stattdessen die stufenweise Umstellung vom alten auf das neue Hundefutter am besten bewährt.

Man geht dabei so vor, dass man zur besseren Gewöhnung das alte mit dem neuen Futter zunächst einmal vermischt.

Die ersten 2-3 Tage wird der Hund daher mit 1 Teil neuem Futter und 3 Teile altem Futter gefüttert (= 25 % neues Futter, 75 % altes Futter).

Im Anschluss kann man den Anteil des neuen Futters erhöhen und beide Futter für weitere 2-3 Tage zu gleichen Teilen vermengen (= 50 % neues Futter, 50 % altes Futter).

Während dieser Zeit sollte man beobachten, wie der Vierbeiner den Futterwechsel verträgt. Treten keine größeren Problem auf, kann im Anschluss dann gefahrlos nur noch das neue Hundefutter gefüttert werden.

Wer besonders vorsichtig vorgehen will, der kann auch für 2-3 weitere Tage zusätzlich 3 Teile neues Futter mit 1 Teil altem vermengen (= 75 % neues Futter, 25 % altes Futter).

Nach 1-1,5 Wochen ist die stufenweise Futterumstellung damit in jedem Fall abgeschlossen und der Hund bekommt nur noch das neue Hundefutter.

Sanfte Futterumstellung

In manchen Fällen, zum Beispiel wenn bestimmte Magen-Darm-Erkrankungen vorliegen oder der Hund nachgewiesenermaßen besonders empfindlich auf seine Ernährung reagiert, kann es sinnvoll sein, auf die sanfte Futterumstellung zurück zu greifen.

Bei dieser Methode geht es darum, die Umstellung über einen längeren Zeitraum (üblicherweise 4-6 Wochen) und deshalb sehr langsam durchzuführen. Dem Verdauungssystem von „Problemhunden“ wird damit noch mehr Zeit gegeben, sich auf das neue Futter einzustellen.

In der Regel ist eine solch ausgedehnte Futterumstellung jedoch nicht notwendig, denn der Aufwand steht Experten zufolge in keinem sinnvollen Verhältnis zum Nutzen.

Sonderfall: Wechsel der Futterart

Bei einer Umstellung zwischen verschiedenen Futterarten (zum Beispiel Nassfutter auf Trockenfutter) müssen Hundehalter sorgsam vorgehen. Das liegt daran, dass der Körper des Hundes bei Nassfutter der Nahrung zum Verdauen Wasser entziehen muss, während er beim Trockenfutter noch Wasser zuführen muss.

Wenn nun also einfach zwischen Nass- und Trockenfutter (und umgekehrt) abrupt hin- und hergewechselt wird, dann kommt die Verdauung aber auch der Wasserhaushalt natürlich zunächst einmal komplett durcheinander.

Damit das nicht passiert, empfiehlt sich auch beim Wechsel der Futterart eine stufenweise Futterumstellung. Zu beachten gilt es dabei, dass man Nass- und Trockenfutter aufgrund der unterschiedlichen Verdauungseigenschaften besser nicht als „Futtermischung“ füttert.

Stattdessen sollte zu jeder Mahlzeit nur eine Futterart (entweder Nass- oder Trockenfutter) gefüttert werden. Die Umstellung erfolgt hier also am besten, indem über 2-4 Wochen die Anzahl der Mahlzeiten mit der neuen Futterart schrittweise erhöht wird.

Bei einem Hund, der 3 Mahlzeiten pro Tag bekommt, fängt man in der ersten Woche mit zwei Mahlzeiten des alten Futters, gefolgt von einer Mahlzeit des neuen Futters an.

In der zweiten Woche bekommt der Hund dann jeweils schon nur noch eine Mahlzeit des alten Futters, gefolgt von zwei Mahlzeiten des neuen Futters.

Nach 2 Wochen ist die Futterumstellung abgeschlossen und der Vierbeiner kann ab diesem Punkt nur noch mit seinem neuen Futter gefüttert werden.

Symptome während der Umstellung sind normal

Viele Hundehalter stellen aufgrund von Unverträglichkeiten das Hundefutter ihres Lieblings um, in der Hoffnung, dass die Umstellung dem Vierbeiner ein beschwerdefreies Leben ermöglicht.

Bedenken sollte man hier, dass die Futterumstellung in jedem Fall ihre Wirkung zeigen wird, wenn die falsche Ernährung der Auslöser der Symptome war. Jedoch werden einige vorhandene Symptome nicht von heute auf morgen direkt verschwinden. Die Verdauung und das Immunsystem brauchen natürlich etwas Zeit, um sich an das neue Futter zu gewöhnen und sich zu regenerieren.

Aus diesem Grund kann es sogar sein, dass für eine sehr kurze Zeit sogar neue Symptome auftreten können. Leicht breiiger Kot, wechselnde Konsistenz, vermehrte Darmgeräusche oder Blähungen sind typische Symptome während einer Futterumstellung beim Hund.

Da die Symptome innerhalb weniger Tage von selbst wieder verschwinden, sobald sich die Verdauung und der Stoffwechsel des Hundes an das neue Futter gewöhnt hat, sind sie in der Regel völlig bedenkenlos.

Gehen die Symptome jedoch auch nach längerer Zeit nicht weg, dann können andere Ursachen als die Futterumstellung vorliegen. In diesem Fall ist ein Gang zum Tierarzt ratsam.