Getreidefreies Hundefutter

Getreidefreies Hundefutter ist ein Thema, das in den letzten Jahren bei Hundehaltern immer mehr an Bedeutung gewinnt. Der Hintergrund: Wenn man sich die Inhaltsstoffe von so manchem Hundefutter anschaut, dann stellt man fest, dass Getreide bei vielen Herstellern ziemlich weit oben auf der Liste steht.

Die meisten Hundebesitzer erstaunt das, denn es weiß doch eigentlich jeder, dass der Hund biologisch gesehen vom Wolf abstammt und deshalb wie sein Vorfahre von Natur aus ein Fleischfresser ist. Aus diesem Grund sollte man doch meinen, dass handelsübliches Hundefutter auch fast nur aus Fleisch bestehen müsste. In der Praxis ist das aber offensichtlich gar nicht der Fall. Stattdessen ist der Anteil an Getreide in vielen Futtersorten sehr hoch. Dies kann für viele Hunde allerdings ein Problem darstellen.

Wir wollen in diesem Artikel deshalb darüber aufklären, warum eine getreidefreie Ernährung für manche Vierbeiner oft die eindeutig bessere Alternative ist und warum überhaupt soviel Getreide im Hundefutter steckt. Zudem listen wir am Ende dieses Artikels unserer Meinung nach empfehlenswerte Hundefutter ohne Getreide auf.

Warum Hundefutter nicht nur Fleisch, sondern meistens auch Getreide enthält

Handelsübliches Hundefutter besteht nicht nur aus Fleisch. Dafür gibt es mehrere Gründe. Ein wichtiger Grund ist, dass selbst der Wolf in der freien Natur sich nicht nur von Fleisch allein ernährt. Es stimmt zwar, dass Wölfe in freier Wildbahn ihre Beutetiere jagen und sie dann fressen, aber diese Tiere bestehen eben auch nicht nur aus Fleisch.

Zudem nehmen Wölfe beim Fressen ihrer Beute auch deren Verdauungstrakt inklusive der darin befindlichen Nahrung mit auf. Da die meisten Beutetiere von Wölfen Pflanzenfresser sind, enthält die natürliche Nahrung des Wolfs damit auch pflanzliche Bestandteile, auf deren Aufnahme er sogar angewiesen ist. Nur so kann er sich auch wirklich mit allen Nährstoffen und Vitaminen versorgen, die er benötigt

Ganz ähnlich ist es auch beim nahen Verwandten des Wolfs – dem Hund. Auch der Hund kann seinen Nährstoffbedarf nicht allein durch reinen Fleischverzehr decken. Eine anderweitige Versorgung zum Beispiel eben über die Jagd ist beim Haustier Hund natürlich ebenfalls nicht möglich. Aus diesem Grund enthält handelsübliches Hundefutter nicht nur Fleisch, sondern zusätzlich auch noch jede Menge pflanzlicher Bestandteile.

Für die Hersteller von Hundefutter macht das teilweise sogar doppelt Sinn, denn das Rohfleisch ist ein relativ teurer Bestandteil des Hundefutters. Erst recht wenn es rechtlichen und moralischen Standards entsprechen und eine gute Qualität haben soll.

Durch einen höheren Anteil an bestimmten (günstigeren) pflanzlichen Bestandteilen wiederum können die Firmen die Herstellungskosten des Futters teils erheblich senken. So kommt letztendlich auch das Getreide in das Hundefutter, denn Getreide ist günstiger als Fleisch.

Auf den ersten Blick entsteht hier eine Win-Win-Situation für alle, denn die Hersteller freuen sich über niedrigere Kosten, die Vierbeiner freuen sich über eine Versorgung mit pflanzlichen Stoffen, und die Besitzer freuen sich über niedrigere Preise beim Futter. Doch leider geht diese schöne Rechnung in der Praxis oftmals überhaupt nicht auf.

Warum Getreide im Hundefutter schlecht ist

Der Haken an der Sache ist nämlich, dass Getreide in der Natur eigentlich nicht wirklich auf dem Speiseplan eines Hundes bzw. Wolfes steht.

Zwar nehmen Wölfe in der Wildnis vielleicht auch ab und an einmal kleinere Mengen von Getreide über die Beute mit auf, einen großen Anteil an der Ernährung hat Getreide so allerdings nicht. Somit ist der Wolf und damit auch sein Verwandter der Hund eine an Getreide reiche Nahrung überhaupt nicht gewöhnt.

Die Folge davon können direkte und indirekte gesundheitliche Probleme sein. Nicht wenige Hunde vertragen den (hohen) Getreide-Anteil in ihrem Futter nicht und leiden deshalb an Allergien und Verdauungsproblemen.

Oftmals bemerken die Halter nur bestimmte Symptome wie Fellprobleme, Hautprobleme oder Durchfall und wissen erst einmal gar nicht was die Ursache dafür ist. Durch den Besuch beim Tierarzt wird dann irgendwann festgestellt, dass der Hund an Unverträglichkeiten leidet und das für ihn falsche Futter schuld ist.

Getreidefreies Hundefutter ist für viele Hunde sinnvoll

In solchen und anderen Fällen ist ein Hundefutter ohne Getreide oftmals eine einfache aber wirksame Behandlung. Bei auf Getreide allergisch reagierenden Hunden (Glutenunverträglichkeit) ist es sogar unabdingbar, dass der Vierbeiner auf ein getreidefreies Hundefutter umgestellt wird, so dass seine Ernährung nicht mehr die Grundlage seiner Beschwerden darstellt.

Doch es müssen nicht immer Allergien und Verdauungsprobleme sein, die eine Umstellung auf ein getreidefreies Futter für viele Vierbeiner zu einer sinnvollen Sache machen. Auch bei Hunden, die zu Übergewicht neigen, ist es oft eine gute Idee, das Getreide aus der Ernährung zu eliminieren.

Das Getreide im Hundefutter enthält nämlich ziemlich viele Kohlenhydrate, die für eine zu energiereiche Ernährung verantwortlich sein können. Viele Hunde werden zu energiereich ernährt und werden in der Folge daraus zu dick. Ein hochwertiges Hundefutter ohne Getreide kann auch hier Abhilfe schaffen.

Empfehlenswertes Hundefutter ohne Getreide

Natürlich ist auch den Futterherstellern diese Problematik nicht verborgen geblieben, so dass in den letzten Jahren hier ein wenig ein Umdenken stattgefunden hat. Viele Hersteller haben inzwischen auch getreidefreies Hundefutter oder Hundefutter mit einem reduzierten und besser verträglichen Getreide-Anteil in ihrem Sortiment.

Grundsätzlich muss man hier zwischen glutenfreien und getreidefreien Futter unterscheiden. Als Gluten wird das Klebeeiweiß, das in vielen Getreidearten enthalten ist, bezeichnet. Die meisten Unverträglichkeiten und Allergien werden durch Gluten verursacht. Es gibt jedoch auch Getreidearten, die kein Gluten enthalten. Mais, Hirse, Reis oder Buchweizen zum Beispiel sind glutenfrei und lösen deshalb keine Symptome einer echten Glutenunverträglichkeit aus.

Manchmal stellen jedoch auch glutenfreie Getreidearten ein Problem dar, weil der Vierbeiner sie nicht richtig verträgt. Aus diesem Grund gibt es nicht nur glutenfreies Hundefutter, sondern auch Hundefutter komplett ohne Getreide, welches dann das Futter der Wahl ist.

Empfehlenswertes glutenfreies Hundefutter
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